Hand, die Holzwürfel mit Nachhaltigkeitssymbolen stapelt

Wie groß ist dein CO2-Fußabdruck?

Überall wird vom CO2-Fußabdruck gesprochen. Gleichzeitig sind sich gefühlt die meisten Menschen in Deutschland dessen bewusst, dass wir den jeweils eigenen CO2-Ausstoß möglichst reduzieren sollten. Aber wissen wir denn im Einzelfall wie viel CO2 wir eigentlich ausstoßen? Und wie viel wäre okay? Weißt du es?

CO2-Ausstoß pro Kopf in Deutschland

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) hat dazu zwei Infografiken veröffentlicht, die wir an dieser Stelle gerne teilen möchten, auch wenn nicht ganz klar ist, auf welchen Zeitraum sich die Zahlen beziehen.

 

Kohlenstoffdioxid-Fußabdruck pro Kopf in Deutschland

 

Dazu heißt es dort: "Der durchschnittliche CO₂e Fußabdruck pro Kopf liegt in Deutschland bei 10,8 Tonnen. 31 Prozent, also 2,2 Tonnen, sind auf den sonstigen Konsum zurückzuführen. 2,2 Tonnen beziehen sich auf das Wohnen, 5 Prozent auf Strom und 20 Prozent auf Mobilität. Zusätzlich ergeben sich 1,7 Tonnen pro Kopf aufgrund der Ernährung und 0,8 Tonnen durch die öffentliche Infrastruktur im Allgemeinen. Das Klimaziel legt einen Fußabdruck von unter einer Tonne CO₂e pro Kopf in Deutschland fest." (Quelle, Text unter erstem Bild)

Und die zweite Grafik:

 Den CO2-Fußabdruck halbieren

 

Dazu heißt es: "Mithilfe der Big Points ist es möglich, den Fußabdruck zu halbieren. Um 0,3 Tonnen CO₂e einzusparen ist es sinnvoll, einen Sparduschkopf zu benutzen. Mit einem Flugverzicht kann man 0,5 und mit der geringeren Nutzung des Autos eine Tonne sparen. Auch die Dämmung des Wohnraums trägt zu einer Verminderung von 0,5 Tonnen bei. Pflanzenbetonte Ernährung vermindert den Fußabdruck ebenfalls um eine halbe Tonne. Durch den Umstieg auf Ökostrom und einen bewussteren Konsum können insgesamt zweieinhalb Tonnen CO₂e eingespart werden." (Quelle, Text unter zweitem Bild)

Die Lage in der EU

Zahlen zur EU haben wir für das Jahr 2020 beim Umweltbundesamt gefunden. Auch wenn die Zahlen aus dem ersten Pandemiejahr stammen und man sich dementsprechend zurecht fragen darf, ob sie nicht etwas niedriger sind als sonst, zeigen sie die Gesamtlage innerhalb der EU doch ganz gut auf:

Treibhausgas-Emissionen der Europäischen Union im Vergleich 2020 - Pro-Kopf-Emissionen
Bildquelle

Zudem findet man dort folgende Informationen: "2020 verursachte die EU-27 insgesamt rund 3.298 Millionen Tonnen (Mio. t) Treibhausgase in Kohlendioxid (CO₂)-Äquivalenten (siehe Tab. „Treibhausgas-Emissionen der Europäischen Union“). Deutschland, Frankreich, Italien und Polen verursachten zusammen etwa 57 % davon. Deutschland allein steuerte bereits über 22 % bei. [...] Bezieht man die ⁠Treibhausgas⁠-Emissionen 2020 auf die jeweiligen Bevölkerungen, so liegen die verursachten Mengen zwischen Malta mit nur 4,1 Tonnen (t) CO2-Äquivalenten pro Kopf und Luxemburg mit 14,4 t Kohlendioxid-Äquivalenten pro Kopf. Frankreich und Italien liegen mit ca. 5,8 bzw. 6,4 t eher am unteren Ende, Polen mit 9,9 t und Deutschland mit 8,8 t Kohlendioxid-Äquivalenten pro Kopf hingegen im Mittelfeld [...]. Die Pro-Kopf Menge für die EU-27 insgesamt liegt bei 7,4 t." (Quelle)

Und wie sieht es bei dir aus?

Statistiken und Durchschnitte sind natürlich gut und schön, sind jedoch aus unserer Sicht zunächst eine Information zur Orientierung. Letztlich muss sich jeder selbst fragen, wie die Situation in seinem eigenen Fall aussieht und da sind Statistiken nur bedingt hilfreich. Was dagegen sehr helfen kann, ist ein CO2-Fußabdrucksrechner. Es gibt im Internet mittlerweile recht viele. Wir raten von solchen ab, bei denen man dann gleich im Anschluß CO2-Emissionen kompensieren kann, da wir da einen Interessenkonflikt beim jeweiligen Anbieter sehen und man sich nicht sicher sein kann, ob man da nicht mehr bezahlt, als notwendig wäre. Wir haben dir drei herausgesucht, von denen wir das Gefühl haben, dass man da mit gutem Gewissen rangehen kann. Prinzipiell macht es auch Sinn mehrere auszuprobieren, da die Rechner teils gleiche Fragen unterschiedlich stellen bzw. es hier und da in der Herangehensweise an das Thema doch Unterschiede gibt.