Mehrere Seifen durcheinander auf weißen Hintergrund liegend

Seife optimal lagern

Wir sind uns sicher einig, dass Seife toll ist. Damit sie auch toll bleibt, sollten wir sie entsprechend vor der Benutzung lagern und auch während der Nutzungszeit angemessen aufbewahren.

Vor der Benutzung

Auf die Verpackung kommt es an, wie so oft. Wenn wir in Papier verpackte Seifen anschaffen, dann ist alles prima: Wir können die Seife in der Papierverpackung lagern. Wichtig ist nur, dass sie möglichst an einem dunklen und natürlich trockenen Platz liegt, z. B. in einem Schränkchen im Bad. Alternativ legen auch viele Leute die Seife in den Kleiderschrank und profitieren auch davon, dass es darin schöner duftet. Es ist allerdings nicht ratsam zu viele unterschiedlich riechende Seifen so aufzubewahren, damit es zu keiner "Duft-Kakofonie" kommt.

Was ist jedoch, wenn die Verpackung nicht aus Papier ist? Primär wichtig für die Seifenverpackung ist, dass die Seife "atmen" kann. Luftundurchlässige Verpackungsarten können dazu führen, dass die Seife irgendwann anfängt zu schwitzen. Normalerweise sollte das bei verpackten Seifen nicht passieren. Doch, wenn wir uns unsicher sind, z. B. weil die Verpackung aus luftdichtem Plastik zu sein scheint oder weil wir etwa die Seife unverpackt gekauft haben, dann gibt es mehrere Möglichkeiten:

Lebensmittelechtes Papier

Worüber sich die Seife immer freut, ist lebensmittelechtes Papier. Das gibt es im Fachhandel in Form von größeren Blättern, die man passend zuschneiden kann, oder aber auch im Supermarkt etwa als Butterbrottüten. Im Bastelladen gibt es auch oft unterschiedliche Größen, jedoch sollte man sich da beim Verkäufer definitiv vergewissern, dass das entsprechende Papier bzw. die Papiertüten lebensmittelecht sind und somit keine Chemikalien oder andere Stoffe enthalten, die man auf seiner Seife nicht drauf haben möchte.

Zellophan

Wir können Seifen jederzeit in Zellophan verpackt lagern. Zellophan, Cellophan bzw. Zellglas ist ein Kunststoff, der aus nachwachsenden statt fossilen Rohstoffen hergestellt wird. Reines, d. h. unbeschichtetes Zellglas kann man kompostieren oder auch zum Altpapier geben. Diese Folie erinnert an Plastik, sie ist jedoch deutlich umweltverträglicher bzw. -freundlicher. Wir finden Zellophantüten verschiedener Größen z. B. in Bastelgeschäften. Achtung: Hierbei immer darauf achten, dass es reines Zellophan ist, also ohne jegliche Plastikbeschichtungen, die die Umweltfreundlichkeit dieses Materials drastisch verschlechtern.

Während der Nutzungszeit

Für Seifen in Benutzung ist es sehr wichtig, dass sie zwischendurch sehr gut trocknen können, damit sie nicht weich und pampig werden. Das droht vor allem bei Naturseifen, denn gerade diese verzichten auf viel Kram, den man in seiner Seife eigentlich nicht braucht. Das heißt, eine pampige, schmierige Seife kann eigentlich ein sehr gutes Zeichen im Sinne der Produktqualität sein. Allerdings zeugt es von einer nicht ganz optimalen Aufbewahrung und zudem auch Verschwendung, denn die pampigen Seifenreste werden in der Regel nicht genutzt. Welche Möglichkeiten gibt es also?

Seifenschalen und -ablagen

Die Klassiker sind natürlich Schalen und Ablagen, die spezifisch für die Aufbewahrung von Seifen gedacht sind. Es gibt sie in allen möglichen Formen und aus allen denkbaren Materialien. Ob aus Keramik, Plastik, Beton, Metal, Emaille oder etwas Anderem, ist wie das Design primär Geschmackssache, wobei man sich möglichst für eine umweltfreundliche Variante entscheiden sollte. Es gibt jedoch einige Merkmale, die die Ablage bzw. Schale haben sollte.

Wichtig ist vor allem, dass die Ablage nicht einfach nur flach ist, denn so wird die Rückseite der Seife in der Regel nach der Nutzung nass bleiben und gerade das gilt es zu verhindern. Am besten sind Ablagen bzw. Schalen mit genug Rillen auf der Ablageseite, die zudem hoch genug sind, um sicherzustellen, dass die Seife genug Luft von unten abbekommt. Zudem sind Abflusslöcher von immensem Vorteil, im besten Fall ist die Ablage zu diesen Löchern hin zudem geneigt, sodass jegliches Abtropfwasser von der Seife gut abfließen kann.

Es gibt auch Seifenablagen aus Naturmaterialien, z. B. Silal. Mehr zu diesem Material verraten wir dir weiter unten bei den Seifensäckchen.

Magnethalter mit und ohne Saugnapf

Eine durchaus empfehlenswerte Möglichkeit, Seifen im Badezimmer aufzubewahren, sei es am Waschbecken oder aber auch an der Badewanne oder in der Dusche, sind Magnethalter. Sie bestehen aus zwei Teilen: einem Magnet, den man an der Wand bzw. am Becken oder in der Wanne befestigt, und einem Metallplättchen, das man in die Seife reindrückt. So kann man die Seife direkt nach der Benutzung am Magneten anbringen und sie kann optimal trocknen. Die Magnete gibt es auch mit Saufnapf, sodass man sie nicht an die Wand bohren muss, wenn man das vermeiden möchte.

Seifensäckchen

Eine Aufbewahrungsvariante, die wir gerade für die Dusche sehr empfehlen, sind Seifensäckchen. Da gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: entweder man nutzt das Seifensäckchen für Seifenreste, um diese noch bequem zu verbrauchen oder aber man nutzt es für seine reguläre Duschseife. Bei den Seifensäckchen gibt es in der Regel welche aus Sisal und auch wenn wir dieses Material sehr schätzen, werden die entsprechenden Produkte oftmals in Asien hergestellt, was bedeutet, dass ihr CO2-Abdruck eher schlecht ist. Manchmal stößt man auf Sisal-Produkte aus Südeuropa, z. B. Spanien. Diese ziehen wir in jedem Fall vor. Neben Sisal-Säckchen, gibt es auch seltener welche aus Jute oder ähnlichen Materialien. Eine Gemeinsamkeit dieser Produkte ist, dass man beim Waschen auch einen Peelingeffekt hat, denn diese Stoffe sind oftmals rau. Peelings sind zweifelsfrei toll, allerdings reicht eine Peelingbehandlung alle 1-2 Wochen. Häufigere Anwendungen dieser Art sind für die Haut kontraproduktiv, da ihre Schutzbarriere unnötig oft belastet wird. Deswegen geht unsere Empfehlung in Richtung von Seifensäckchen aus reiner Baumwolle. Übrigens ein besonderes Highlight bei der Nutzung von Säckchen: Die Seife schäumt oftmals deutlich mehr!

Fazit

Eine tolle Seife ist eine feine Sache und umso wichtiger ist es, bei der Lagerung vor und während der Nutzung darauf zu achten, dass man sorgsam mit seinem Seifenprodukt umgeht. Man verlängert die Langlebigkeit bzw. Ergiebigkeit, wenn man sie richtig trocknen lässt und es zu keiner Pampe in der Seifenschale kommt. Zudem tut das natürlich auch der Umwelt gut, denn so musst du weniger häufig neue Seife nachkaufen. Unterm Strich also: Eine optimale Aufbewahrung der Seife ist genauso wichtig wie ihre pflegenden Eigenschaften!